Dreifaltigkeitsfetisch

Wie mancher vielleicht weiß, haben Kadda und ich seit Anfang des Jahres ein gemeinsames Blog bei der FAZ. Es geht darin um Wostkinder, also Menschen die im Osten geboren wurden und dann noch während des Aufwachsens in den Westen zogen.

In diesem Blog habe ich heute einen Beitrag namens “Der Widerstand einer Nicht-Bewegung” geschrieben. Das klingt tendenziell dröge, ist aber umso wichtiger, denn ich habe in diesem Beitrag erstmals den Ansatz meines politischen Denkens ausformuliert. Besser gesagt, im Ansatz formuliert, was ich für Politik halte und welchen Rahmen ich ihren Bewegungsspielraum sehe. Als Basis hierfür diente mir Asef Bayat, auch wenn ich seinen Begriff etwas weiter fassen musste.

Was in dem Text nicht drinnen steht ist eine Auffälligkeit, die ich mit Bayat teile: Die Definition von Macht ist im Regelfall zu gleichmäßig. Die Unregelmäßigkeit ihrer Verteilung, durch kumulierte Bewegungen des Individuums, wird bei vielen Theoretikern nicht bedacht. Das mag sicher auch daran liegen, dass wir zumindest in Europa einem Dreifaltigkeitsfetisch unterliegen, der das Denken eingeschränkt. Ich nehme mich da nicht aus, meine Artikel sind im Regelfall in drei Teile unterteilt. Nur das Denken, das muss darüber hinaus.

Der Widerstand einer Nicht-Bewegung

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